Kanada ist der hübsche, höfliche Riese: Banff und Jasper wie ein Desktop-Hintergrund, Vancouver zwischen Ozean und Bergen, Torontos Viertel, die Terrassen von Montréal und dazwischen viel leerer, schöner Raum. Die Städte sind einfach. Die Wildnis ist der Punkt — und weiter weg, als die Karte suggeriert.
Entfernungen sind die Steuer für Erstbesucher. Toronto nach Vancouver ist ein vierstündiger Flug, kein niedlicher Zugtag. Wählen Sie eine Region — die Rocky Mountains, die Städte der Ostküste oder British Columbia — und fliegen Sie die langen Strecken. Wer in zwei Wochen Kanada machen will, sieht vor allem Flughäfen.
Der Sommer bedeutet Seen und lange Abende. Der Winter ist ein anderes Land: ernsthafte Kälte, ernsthaftes Skifahren und ein Montréal, das irgendwie trotzdem Nachtleben hat. Die Zwischensaisons sind das Geheimnis, besonders in den Bergnationalparks, wenn die Lärche sich färbt und die Mengen dünner werden.
Essen Sie Poutine richtig, bestellen Sie in Montréal den All-dressed-Bagel und gehen Sie die Stege der Nationalparks langsam. Kanada ist freundlich, ohne laut darüber zu sein. Geben Sie ihm Raum, und es gibt ihn zurück.