Italien braucht keine Vorstellung: das antike Rom, die Renaissance in Florenz, die Kanäle Venedigs, die Amalfiküste und eine Küche, die sich von Region zu Region komplett neu erfindet. Kaum ein Land bietet so viel Weltkulturerbe auf so kompakter Fläche.
Der klassische Fehler ist, zu viel hineinzupacken. Drei Städte in einer Woche bedeuten vor allem Bahnhöfe. Wählen Sie zwei Basen, nehmen Sie die schnellen Frecciarossa-Züge dazwischen und lassen Sie Raum für lange Abendessen und ziellose Spaziergänge — dort passiert das eigentliche Italien.
Die Freude steckt in den kleinen Regeln. Kein Cappuccino nach dem Essen, kein Huhn auf der Pasta, die Rechnung nicht hetzen. Nichts davon ist unfreundlich — das Land nimmt Genuss ernst. Bestellen Sie den Hauswein, essen Sie den Pecorino in der Toskana und die Büffelmozzarella in Kampanien, und lassen Sie ein zweistündiges Mittagessen passieren.
Rom–Florenz–Venedig ist ein gutes erstes Dreieck, wenn jede Stadt echte Zeit bekommt. Dazu ein Joker — Bologna zum Essen, die Dolomiten zur Luft, Sizilien für alles — und die Reise hört auf, sich wie eine Postkartentour anzufühlen.